Sa, 26. September 2026 - 07:31

Samuel Schwyzer: "Das Nationalturnen bringt mich auch als Schwinger weiter"

In Wollerau gewann Samuel Schwyzer erstmals den Schweizer Meister Titel im Nationalturnen. Im Interview als Schwinger der Woche spricht er über die Schweizer Meisterschaft, die Schwingsaison 2026 und darüber, wie er auch als Schwinger von den Nationalturn-Trainings profitiert.

|
Samuel Schwyzer SM Nationalturnen

An der Schweizer Meisterschaft Nationalturnen in Wollerau setzte sich Samuel Schwyzer in der Kategorie A durch.

Fotograf: Fabio Cavelti

Präsentiert von Bschüssig

Herzlichen Glückwunsch zum erstmaligen Gewinn des Schweizer Meistertitels im Nationalturnen! Wie haben Sie die Schweizer Meisterschaft in Wollerau erlebt?
Samuel Schwyzer: Es war sehr schön, an diesem Fest teilnehmen zu können. Besonders gefreut habe ich mich darüber, nach längerer Zeit wieder einmal mit meinen Brüdern Sebastian und Flurin antreten zu können. Aufgrund einer Verletzungspause von Sebastian war dies zuvor leider nicht möglich.

Wie waren Sie mit dem Start in den Wettkampf, den Vornotendisziplinen, zufrieden?
Schwyzer: Mir lief es bei den Vornoten dieses Jahr von Wettkampf zu Wettkampf besser. In Wollerau war ich nach den Vornoten dabei und konnte am Nachmittag in den Zweikampfdisziplinen darauf aufbauen.

Bereits im Vorjahr konnten Sie im Nationalturnen mit dem Sieg am Eidgenössischen Turnfest in Lausanne einen grossen Erfolg feiern. Im Schwingen kam heuer mit dem ISAF-Co-Sieg ein weiterer Grosserfolg dazu. Wie viel investieren Sie in die beiden Sportarten?
Schwyzer: Ich trainiere wöchentlich vier bis fünf Mal Schwingen und Kraft. Dazu versuche ich, einmal pro Woche ein Nationalturntraining zu absolvieren, in dem ich meine Disziplinen Steinheben, Steinstossen, Bodenturnen und Laufen trainiere.

Profitieren Sie auch als Schwinger von den Nationalturn-Trainings?
Schwyzer: Ja, ich denke schon, dass es mir hilft und mich das Nationalturnen auch als Schwinger weiterbringt. Ich bin seit meiner Kindheit Nationalturner, was mir beispielsweise im Bereich Körperverständnis zugutekommt. Die Kraft, die man beim Steinheben und Steinstossen trainiert, ist auch beim Schwingen von Vorteil.

Früher standen Sie ausserdem als Ringer im Einsatz. Ist das immer noch ein Thema?
Schwyzer: Nicht mehr wirklich. Ich besuche teilweise noch Trainings, aber mein letzter Wettkampf liegt schon etwas länger zurück. Die Belastung wäre neben Schwingen und Nationalturnen mittlerweile einfach zu hoch.

Während es am ISAF mit dem Co-Sieg nach Wunsch lief, haben Sie dieses Jahr auch Kränze verpasst. Wie lautet Ihre Saisonbilanz?
Schwyzer: Mit dem Saisonstart und dem ISAF-Sieg war ich sehr zufrieden. Dann habe ich aber die Kränze am Nordostschweizer, auf der Rigi und dem Brünig verpasst. Bei diesen Festen war das Ziel sicher ein anderes. Das hat mir aber auch gezeigt, woran ich noch arbeiten muss, damit ich diese Kränze in Zukunft nicht mehr verpasse.

Am Wochenende stehen Sie noch einmal am Herbstschwinget Schachen im Einsatz. Geht es danach in die Winterpause?
Schwyzer: Ja, der Herbstschwinget Schachen ist in diesem Jahr das letzte Schwingfest, danach geht es in die Winterpause. Das Training nehme ich dann im November wieder auf.


Teilen Sie Ihre Meinung


Portrait


Jetzt Aktuell

Alle anzeigen