Sa, 3. Oktober 2026 - 07:58

Jasmin Gäumann: "Der Königinnentitel hat mir neue Motivation gegeben"

Die neue und alte Schwingerkönigin Jasmin Gäumann spricht im Interview als Schwingerin der Woche über ihren Sieg der Jahreswertung, ihre neu gewonnene Motivation nach dem letztjährigen Königinnentitel und die komplizierte Ausgangslage vor dem Eidgenössischen in Schachen.

|
Jasmin Gäumann Schwingerkönigin 2026

Jasmin Gäumann durfte sich in Schachen zum zweiten Mal als Schwingerkönigin feiern lassen.

Fotograf: Tobias Meyer

Präsentiert von Bschüssig

Herzliche Gratulation zur Titelverteidigung des Königinnentitels, Jasmin Gäumann! Wie ist Ihr Gefühl nach dem gestellten Schlussgang mit Eveline Linggi?
Jasmin Gäumann: Vielen Dank! Der Königinnentitel war dieses Jahr etwas schöner, weil ich ein besseres Eidgenössisches Schwingfest hatte. Im Schlussgang wusste ich zwar, dass mir der Titel bereits sicher ist, dennoch wollte ich noch einmal alles geben. So ganz realisieren kann ich es jetzt noch nicht, aber das wird sicher noch kommen.

Bereits im Verlauf des Eidgenössischen letztes Jahr war klar, dass Ihnen der Königinnentitel gehört. Wann wurde Ihnen in diesem Jahr klar, dass Sie den Titel sicher haben?
Gäumann: Ich wusste es nach dem Sieg im fünften Gang. Deshalb war dieser Sieg heute besonders wichtig.

Auch dieses Jahr war es wieder ein sehr enges und damit kompliziertes Rennen um den Königinnentitel. Haben Sie sich vor dem Eidgenössischen mit der Rechnerei befasst?
Gäumann: Ich habe versucht, mir selbst möglichst keinen Druck zu machen. Ich sagte mir immer: Am Schluss gewinnt diejenige, die den besten Tag hat. Ich glaube, heute war dann auch wirklich ein gutes Beispiel dafür, dass es laufen kann – oder auch nicht.

Sie sind heute nach dem Gang Mélissa Suchet gegen Serena Anthamatten ins Fest gestartet. Ein Gang, in dem ihre direkte Konkurrentin Suchet den Sieg holte. Machte das Ihnen vor dem Gang mit Isabel Egli etwas Druck?
Gäumann: Nein, nicht wirklich. Es war in dieser Saison meist so, dass der erste Gang noch nicht entscheidend war. Ich nahm heute einfach Gang für Gang und versuchte diese zu gewinnen. 

Nach ihrem Titelgewinn im letzten Jahr sagten Sie gegenüber dem SCHLUSSGANG, dass Sie zweimal pro Woche Krafttraining und einmal im Sägemehl trainieren. Ist das immer noch aktuell?
Gäumann: Definitiv nicht. Der Königinnentitel hat mir neue Motivation gegeben: Ich habe wieder zusätzlich die Trainings bei den Männern vom SK Zäziwil besucht und war auch sonst sehr viel unterwegs, was das Krafttraining angeht. Insgesamt habe ich das Trainingsvolumen gesteigert – es wäre aber immer noch mehr möglich.

Trotzdem brauchten Sie in diesem Jahr etwas Anlaufzeit: Sie mussten sich bis zum sechsten Kranzfest auf Ihren ersten Sieg als Königin gedulden. Hatten Sie den Sieg in der Jahreswertung bereits abgeschrieben?
Gäumann: Ich wurde bereits Mitte der Saison 2025 einmal gefragt, ob ich denn in der Jahreswertung überhaupt noch Chancen hätte. Dieses Jahr war es wieder ähnlich: Ich wusste, dass es erst gegen Saisonende in die entscheidende Phase geht. Im Saisonverlauf konnte ich etwas befreiter schwingen, da ich mir den Druck etwas nahm.


Teilen Sie Ihre Meinung


Verknüpfte Anlässe


Jetzt Aktuell

Alle anzeigen