Sa, 11. April 2026 - 08:57
Im Interview: Lukas Bissig und der Fokus auf die Linksschwünge
Der aktuelle Schwinger der Woche, Lukas Bissig, spricht im Interview über den erfolgreichen Wettkampf in Ibach, das Wintertraining, seine neue Rolle und gibt bekannt, welche Kranzfeste er 2026 bestreiten wird.

Ein Beitrag von
Manuel Röösli

Lukas Bissig (oben) bezwang beim Frühjahrsschwinget in Ibach im Schlussgang seinen Neueidgenossen-Kollegen Silvan Appert.
Fotograf: René Burch

Lukas Bissig, beim zweiten Regionalfest 2026 gab es den zweiten Sieg. Herzliche Gratulation. Wie haben Sie den Wettkampf in Ibach erlebt?
Lukas Bissig: Zuerst einmal herzlichen Dank für die Gratulation. Es ist immer schön mit einem guten Resultat in die Freiluftsaison zu starten. Mir ist dies optimal gelungen. Mit dem schönen Wetter und dem Wissen, dass die Besetzung sehr gut war, gibt das ein gutes Gefühl für den weiteren Verlauf der Saison.
Nach dem Schwingfest haben Sie angesprochen, dass Sie den Fokus auf Linksschwünge legen wollen. Ist das schon länger ein Thema?
Bissig: Ja, das war den ganzen Winter während der Vorbereitung ein ständiger Begleiter. Wir haben intensiv daran gearbeitet und sind weiterhin auch dran.
Wen meinen Sie mit "Wir"?
Bissig: Es sind sowohl die Betreuer in den Trainings, aber auch die Schwingerkollegen selber. Man schaut sich von anderen etwas ab oder bespricht sich untereinander. Es ist ein Geben und Nehmen.
Durch die Rücktritte von Joel Wicki und Pirmin Reichmuth ist der Fokus in der Innerschweiz mehr auf Sie gerichtet. Ist das Last oder Motivation?
Bissig: Es kann natürlich beides sein. Wenn es einem gut läuft im Wettkampf, ist es natürlich sehr motivierend. Wenn es einem hingegen weniger gut läuft, kann es eine Last werden. Am Schluss ist der Schwingsport aber eine Einzelsport und jeder muss für sich selbst schauen.
Spüren Sie schon eine Veränderung durch Ihre neue Rolle in der Innerschweiz?
Bissig: Man spricht etwas mehr über mich, dass bekomme ich natürlich mit. Aber ansonsten hat sich für mich noch nichts verändert. Zudem weiss ich ja, dass es viele weitere gute Innerschweizer Schwinger gibt, die die Lücke schliessen können.
Ist Ihre Kranzfest-Agenda für 2026 schon bekannt?
Bissig: Ja, die ist fixiert. Ich werde in der Innerschweiz die Kantonalfeste der Urner, der Ob-/Nidwaldner und der Schwyzer bestreiten. Zudem darf ich an den Bergkranzfesten Schwarzsee, Rigi und Brünig antreten. Und neben dem Innerschweizer Schwingfest werde ich auch das Nordwestschweizer Schwingfest bestreiten.
Auf welche Anlässe freuen Sie sich besonders?
Bissig: Als Urner hat das eigene Kantonalschwingfest sicher immer eine spezielle Bedeutung. Aber auch die drei Bergkranzfeste reizen immer sehr. An diesen Anlässen sieht man im Vergleich zu den anderen Teilverbänden auch, wo man steht.
Das grosse Saisonziel ist aber auch bei Ihnen der Kilchberger Schwinget, oder?
Bissig: Das ist korrekt. Sehr gerne möchte ich mit für den Saisonhöhepunkt qualifizieren und eine gute Tagesleistung zeigen.
Teilen Sie Ihre Meinung
Verknüpfte Anlässe
Portrait
Jetzt Aktuell

Werner Schlegel bezwingt Marcel Räbsamen – Schlussgang Rapperswiler Verbandsschwingertag Weesen

Nick Alpiger bezwingt Marco Fankhauser – Schlussgang Surentaler Frühjahrsschwinget Sursee

Mit drei Eidgenossen auf dem Notenblatt: Erster Regionalfestsieg für Silvan Trittibach

Festsiege für Eidgenossen an sieben von acht Festen
