Sa, 12. September 2026 - 08:31

Samuel Giger: "Ich habe nie daran gezweifelt, dass es für eine Teilnahme reichen wird"

Die grosse Figur des Saisonhöhepunktes ist Samuel Giger. Der Thurgauer gewann den Kilchberger Schwinget trotz 104 Tagen Wettkampfpause zuvor. Im Interview als Schwinger der Woche gibt er Auskunft zum Befinden im Vorfeld und während des Wettkampfs, dem historischen Erfolg und dem Feierlichkeiten nach dem dritten Triumph an einem Schwingfest mit eidgenössischem Charakter.

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Samuel Giger Marcel Bieri Kilchberger Schwinget 2026 Schlussgang

Mit diesem hochgezogenen Kurz machte sich Samuel Giger (unten) im Schlussgang gegen Marcel Bieri zum zweifachen Kilchberger Sieger.

Fotograf: Lorenz Reifler

Präsentiert von Bschüssig

Samuel Giger, herzliche Gratulation zum grossartigen Sieg am Kilchberger Schwinget.
Samuel Giger: Vielen Dank für die Gratulation. Es ist ein sehr schöner Moment für mich und mein ganzes Umfeld.

Ist dieser Erfolg nach 104 Tagen Wettkampf-Abwesenheit der emotionalste Moment der Laufbahn?
Giger: Es kommt dem Unspunnen-Sieg 2023 sehr nahe oder ist sogar gleich. Zu vergleichen sind die beiden Erfolge aber nicht. Der Kilchberger Sieg 2026 ist sicher auch etwas besonderes, weil ich so lange kein Schwingfest mehr machen konnte. Insgesamt einfach ein fantastischer Moment.

Wann wussten Sie im Vorfeld, dass es für die Teilnahme reichen wird?
Giger: Ich habe nie daran gezweifelt, dass es für eine Teilnahme reichen wird. Darum habe ich mir solche Gedanken auch gar nicht gemacht, sondern mich vorbereitet, wie ich dies auf alle Schwingfeste mache.

Gab es nie Zweifel?
Giger: Ich bin nun schon einige Jahre bei den Aktiven und eine solche Situation ist für mich ja nicht neu. Ich konnte mir über die Jahre eine Routine erarbeiten, die mir Ruhe und Sicherheit gegeben hat. 

Nachdem Sie sich als fairer Sieger präsentierten, hörte man Sie laut Aufschreien. Was ging da durch den Kopf?
Giger: Das ist schwierig zu sagen, es war einfach eine riesige Freude in mir drin. Das sind Emotionen, die man gar nicht beschreiben kann.

Wie war es mit der Nervosität?
Giger: Ein spezieller Tag war es so oder so, ob ich nun zuvor im Einsatz stand oder eben nicht. Eine gesunde Nervosität ist gut, die braucht es auch. Der positive Wettkampfverlauf hat mir Schub und Energie gegeben.

Sie haben Historisches erreicht mit dem zweiten Kilchberger Sieg.
Giger: Ja, das ist mir schon bewusst. Es ist ein wunderschönes Gefühl im gleichen Atemzug mit Karl Meli selig genannt zu werden.

Wie haben Sie gefeiert?
Giger: Nach dem Schwingfest blieben wir im Festzelt und genossen die schönen Stunden. Sehr eindrücklich für mich war auch der Umzug in Märstetten drei Tage nach dem Festsieg zusammen mit meinen Thurgauer Kollegen.


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