So, 10. Mai 2026 - 16:52
Matthias Aeschbacher gewinnt sein 17. Kranzfest
Matthias Aeschbacher gewinnt das Mittelländische Schwingfest in Stettlen. Im Schlussgang revanchiert er sich an Curdin Orlik, dem er im ersten Gang noch unterlag.

Ein Beitrag von
Elia Hendry

Matthias Aeschbacher jubelte vor 5000 Zuschauern über seinen Kranzfestsieg.
Fotograf: Barbara Loosli
Zum dritten Mal nach 2018 und 2021 gewinnt Matthias Aeschbacher das Mittelländische Schwingfest. Der Festsieg erfolgt nur eine Woche, nachdem Aeschbacher am Emmentalischen in Oberdiessbach den Kranz verpasste.
Mittelländer Favoriten nicht im Schlussgang
Die Mittelländer Fabian Staudenmann und Adrian Walther hatten bis zuletzt Chancen auf den Schlussgang-Einzug, verpassten diesen aber im fünften Gang innert weniger Minuten. Erst konterte Matthias Aeschbacher einen Kurz Adrian Walthers gekonnt aus und im Anschluss musste Staudenmann seine Schlussgang-Ambitionen nach dem Gestellten mit Michael Moser begraben. So kam es im Schlussgang zur Revanche der Spitzenpaarung aus dem ersten Gang zwischen Curdin Orlik und Matthias Aeschbacher. Im ersten Gang sah es im Routinier-Duell lange nach einem Gestellten aus, ehe Curdin Orlik kurz vor Gangende Aeschbacher am Boden überraschte. Nach drei weiteren Siegen, alle gegen Gauverbandskranzer, konnte sich Orlik im fünften Gang mit Daniel Tschumi einen Gestellten leisten. Aeschbacher meldete sich nach der Startniederlage mit drei Siegen, ebenfalls gegen Gauverbandskranzer, stark zurück und verdiente sich den Einzug in die Endausmarchung mit dem Sieg über Walther.
Revanche im Schlussgang
Keiner konnte im Schlussgang auf einen Gestellten schwingen, hätten sonst doch Bernhard Kämpf und Fabian Staudenmann als Lachende Dritte den Festsieg davongetragen. Matthias Aeschbacher liess sich von der Niederlage im ersten Gang nichts anmerken und entschied das zweite Duell mit Curdin Orlik noch in der ersten Ganghälfte mit seinem Paradeschwung, dem innerer Haken, für sich. So blieb Kämpf und Staudenmann der Ehrenplatz, Orlik fiel mit der finalen Niederlage auf den 6. Schlussrang zurück.
Gasteidgenossen früh zurückgebunden
Drei Gasteidgenosse sind in Stettlen angetreten. Den Schwyzern Silvan Appert und Michael Gwerder gelang in den ersten drei Gängen nur ein Sieg, der Baselbieter Sascha Streich blieb am morgen gar ohne Siegeskreuzchen. So war noch vor der Mittagspause klar, dass die Gäste nicht um den Tagessieg mitreden werden. Den Kranz gab es schliesslich nur für Gwerder.
Drei Neukranzer, Berner Oberländer mit dem Mehr
Die Berner Oberländer holten sich mit zehn Kränzen die meisten Ehrungen ab. Grund zur Freude gab es allerdings auch bei den Oberaargauern: Dominik Hodel und Kevin Schori wurden Neukranzer. Den ersten Kranz der Laufbahn gab es in Stettlen auch für den Berner Oberländer Lars Kupferschmid.
- Emmental: 5
- Mittelland: 9
- Oberaargau: 5
- Oberland: 10
- Gäste: 1
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