Mo, 3. August 2026 - 07:55
Lauter Eidgenossensiege an den vier Regionalfesten
Erstmals seit dem dritten April-Wochenende fanden heuer keine Kranzfeste an einem Wochenende statt. An den vier Regionalfesten dominierten die Eidgenossen das Geschehen. Als Sieger liessen sich Schwingerkönig Armon Orlik, Damian Ott, Michael Gwerder und Nick Alpiger feiern.

Ein Beitrag von
Manuel Röösli

Eine Abkühlung war am vergangenen Wochenende an den Schwingfesten eine willkommene Tätigkeit.
Fotograf: Tobias Meyer
Für einmal kein Kranzfest, dafür vier Regionalfeste, drei Nachwuchsanlässe sowie ein Frauen- und Meitlischwingfest haben am Wochenende vom 1. und 2. August stattgefunden. Alle Ranglisten und Statistiken sind in der Rubrik RESULTATE aufgeschaltet.
Bachtel: Schwingerkönig kam, sah und siegte
Wenige Tage vor der Durchführung gab Schwingerkönig Armon Orlik bekannt, dass er den Bachtel-Schwinget ob Hinwil bestreiten werde. So pilgerte wohl der eine oder andere Zuschauer mehr auf den Bachtel als ohne Königsteilnahme. Orlik wurde seiner Favoritenrolle gerecht und siegte im Schlussgang gegen Nicola Funk, den er schon im zweiten Gang bezwungen hatte. Einzig Eidgenosse Fabian Kindlimann gelang es im gestellten vierten Gang Orlik zwischenzeitlich etwas zu bremsen. Kindlimann selber verpasste den Einzug in die Endausmarchung mit dem zweiten Gestellten gegen Patrick Kurmann. Und weil er zuletzt auch gegen Nicola Wey stellte, gab es am Ende "nur" Rang 6.
Königliche Verabschiedung
Einen Tag nach dem Nationalfeiertag gab es in Sörenberg im Rahmen des traditionellen Bergschwingets ein weiteren Grund zur Freude. Unter dem tosenden Applaus zahlreicher Wegbegleiter und Fans wurde Schwingerkönig Joel Wicki, der Ende Januar dieses Jahres einen Strich unter seine schwingerische Laufbahn zog, nochmals gebührend verabschiedet. Der Schwingerkönig von 2022 freute sich über die vielen schönen Worte und Gesten. In seinem kurzen Statement zum Publikum meinte der 29-Jährige: "Ich möchte allen danken, die heute gekommen sind und mich über die Jahre begleitet haben. Ein besonderer Dank gilt meiner Freundin und meiner Familie."
Ricken: Erster Sieg für Damian Ott am
Damian Ott machte das Dutzend voll! Seinen 12. Regionalfestsieg der Laufbahn sicherte sich der Kilchberger Sieger am Ricken-Schwinget. Im Schlussgang bezwang er seinen St. Galler Kantonskameraden Marco Good im Duell zweier Eidgenossen. Good war zuvor mit fünf Siegen in fünf Gängen als punkthöchster nach fünf Gängen dagestanden. Ott seinerseits musste sich im vierten Gang gegen Mario Schneider mit einem Gestellten zufriedengaben. Im Schlussgang fiel die Entscheidung nach knapp drei Minuten, als sich Ott mit einem Fussgriff und Nachsetzen am Boden durchsetzte.
Sörenberg: Michael Gwerder sorgte für ersten Schwyzer Sieg seit 33 Jahren
1993, als der Grossteil der angetretenen Schwinger beim Bergschwinget in Sörenberg noch nicht einmal auf der Welt waren, gewann Eugen Hasler. 2026 sorgte Michael Gwerder für das Ende dieser Serie. Der Eidgenosse bezwang im Schlussgang Lars Zaugg dank eines Kurzes und gekonnter Bodenarbeit. Für Gwerder ist es der achte Regionalfestsieg der Laufbahn und der dritte in dieser Saison. Hinter Gwerder und vor Klubkollege Zaugg klassierte sich Eidgenosse Christian Gerber auf dem Ehrenplatz. Nicht auf Touren kam dagegen Marc Lustenberger, der am Ende "nur" Achter wurde, punktgleich mit Dominik Gasser, dem vierten Eidgenossen im Teilnehmerfeld. Im Rahmen des Bergschwingets in Sörenberg wurden die Entlebucher Klubkollegen Reto Fankhauser (26 Kränze) und Kevin Wicki (1 Kranz) vom aktiven Schwingsport verabschiedet.
Zofingen: Zum dritten Mal Nick Alpiger
Vielstarter Nick Alpiger hat einmal mehr zugeschlagen. Der Eidgenosse feierte in Zofingen nicht nur den dritten Sieg an diesem Anlass nach 2023 und 2024, sondern insgesamt schon seinen 42. Regionalfestsieg der Laufbahn. Das ist eindrücklich und verdient höchste Anerkennung. Im Schlussgang bezwang Alpiger seinen Aargauer Eidgenossenkollegen Joel Strebel schon im ersten Zug nach wenigen Sekunden. Hätte es im Schlussgang einen Gestellten gegeben, wäre Sinisha Lüscher, auch dank des abschliessenden Sieges im Eidgenossenzweikampf gegen Andreas Döbeli, als lachender Dritter zum Handkuss gekommen. So blieb dem Titelverteidiger am Ende Rang 2. Ein starkes Comeback zeigte Jan Roth. Der Zwillingsbruder von Eidgenosse Tim bestritt erstmals seit dem Eidgenössischen Schwingfest 2025 wieder einen Wettkampf und klassierte sich gemeinsam mit Schlussgangverlierer Strebel und Klubkollege Oliver Hermann auf Rang 3.
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