Sa, 8. August 2026 - 08:33

Lars Zaugg: "Spüre, dass ich einen Schritt nach vorne gemacht habe"

Der aktuelle Schwinger der Woche, Lars Zaugg, spricht im Interview über seine aktuellen Erfolge, die Gründe dafür und die Hoffnung auf eine Teilnahme am Kilchberger Schwinget.

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Lars Zaugg Noah Schaller

Fünf seiner sechs Gegner am Bergschwinget in Sörenberg konnte Lars Zaugg (rechts, gegen Noah Schaller) bezwingen.

Fotograf: Tobias Meyer

Präsentiert von Bschüssig

Lars Zaugg, die letzten Schwingfeste verliefen sehr erfreulich. Wie erklären Sie sich das?
Lars Zaugg: Ich habe schon im Wintertraining und im Frühling gemerkt, dass ich einen Schritt nach vorne gemacht habe. Das hat mir ein gutes Gefühl gegeben, auch nachdem ich mich verletzt habe. Spätestens nach dem Berner Kantonalen wusste ich, dass ich mithalten kann und mich mein Gefühl von vor der Verletzung nicht getäuscht hat.

Sie haben die Verletzung gleich beim ersten Wettkampf angesprochen. Erst im Juni kehrten Sie zurück. Wie haben Sie dies verarbeitet?
Zaugg: Mental war das nicht so ein Problem, weil ich genau die gleiche Verletzung (Anriss des Innenbandes) schon einmal hatte. Spätestens nach dem MRI wusste ich, dass ich trainieren und belasten kann, halt einfach nicht im Sägemehl. Klar war der Moment der Verletzung frustrierend, aber wenn man schnell weiss, dass man in der Athletik weiterarbeiten kann und nicht bei Null ins Sägemehl zurückkehren muss, hilft das schon.

Ist die Höchstform nach einer Wettkampfpause von drei Monaten überhaupt noch zu erreichen?
Zaugg: Ich glaube, vor allem im Athletikbereich würde etwas fehlen. Da ich aber, wie schon erwähnt, im Athletiktraining weiter an mir arbeiten konnte, war dies nicht so massgend für mich. Und das Schwingtraining ist ja meinstens das Gleiche respektive man ist schnell wieder drin, wenn man ins Sägemehl zurückkehren kann.

Sie stehen aktuell bei drei Kränzen und bestreiten zudem am Sonntag das Bern-Jurassische Schwingfest und am 16. August auch den Schwägalp-Schwinget. Haben Sie Hoffnungen auf eine Teilnahme am Kilchberger Schwinget?
Zaugg: Es braucht sicher nochmals zwei sehr gute Leistungen an den beiden Kranzfesten. Aber natürlich mache ich mir schon Hoffnungen, dass es für den Saisonhöhepunkt noch reichen könnte. 

Ihren ersten Gegner für das Kranzfest am Sonntag wissen Sie schon seit Donnerstagmittag. Hilft Ihnen dies in der Vorbereitung auf einen Wettkampf?
Zaugg: Das ist mir nicht so wichtig, denn ich mach mir allgemein nicht so viele Gedanken über die Gegner, sondern versuche mein Ding durchzuziehen. Das handhabe ich auch an den Wettkämpfen zwischen den Gängen so.

Wie sehen die Eckpunkte für die kommenden zwei Jahre in Richtung ESAF 2028 Thun Berner Oberland aus?
Zaugg: Sicher ist die Schwingtechnik ein Eckpunkt für mich. Da habe ich gegenüber anderen Schwingern noch einen Rückstand. Im athtletischen Bereich möchte ich dranbleiben. Und an den Wettkämpfen möchte ich mir ein gutes Gefühl holen. Das wichtigste überhaupt ist aber verletzungsfrei zu bleiben.


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