Mi, 2. September 2026 - 11:25

Kilchberger 2021: Erstmalig drei Sieger

Bei der 17. Austragung des Kilchberger Schwingets kam es erstmals zu mehr als einem Festsieger: Mit Samuel Giger, Damian Ott und Fabian Staudenmann teilten sich gleich drei Schwinger den Sieg am eidgenössischen Anlass.

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Kilchberger 2021

Samuel Giger (Mitte, Rang 1a), Damian Ott (rechts, 1b) und Fabian Staudenmann (1c) gemeinsam ihren Co-Sieg am Kilchberger Schwinget 2021.

Fotograf: Lorenz Reifler

Dass sich am Abend Samuel Giger, Damian Ott und Fabian Staudenmann den Festsieg teilen würden, danach sah es am Kilchberger Schwinget 2021 nach vier Gängen keineswegs aus: Ott belegte den vierten Zwischenrang, Staudenmann und Giger gar den fünften. Alleine vor Ott reihten sich acht Schwinger ein. In den eigenen Händen hatten es die drei späteren Co-Sieger also nicht mehr. Doch im fünften Gang fügte sich alles zu Gunsten des Trios.

Fünf Schlussgangkandidaten
Der nach vier Gängen erstrangierte Schwingerkönig Kilian Wenger stellte im fünften Gang mit Christian Schuler und erhielt dafür die Note 9,00. Im Duell Bernhard Kämpf gegen Samir Leuppi wären beide mit einem Sieg im Schlussgang gestanden, einen Gewinner gab es jedoch auch hier nicht, auch wenn Leuppi dem Resultat wohl mehr als nur nahe kam. Ebenfalls Chancen hatten die Nichteidgenossen Adrian Walther und Romain Collaud. Sie wurden allerdings von den Eidgenossen Michael Bless und Nick Alpiger zurückgebunden. Aufgrund der Ereignisse kam auch noch Roger Rychen in Frage, er verlor aber gegen Joel Wicki. So reichten Samuel Giger und Fabian Staudenmann ihre Plattwürfe gegen die Überraschungsmänner Dominik Roth respektive Oliver Hermann, um nach fünf Gängen wieder ganz vorne von der Rangliste zu grüssen. Damian Ott gewann seinerseits im Nachdrücken gegen Lukas Renfer, der zuvor schon mit Giger stellte. Mit einem Plattwurf wäre Ott sicher im Schlussgang gestanden. So hatte die Einteilung nach fünf Gängen die Qual der Wahl: Kilian Wenger, Samuel Giger, Bernhard Kämpf, Fabian Staudenmann und Damian Ott teilten sich den ersten Zwischenrang.

Vorzug für Wenger und Giger
Von den fünf Erstklassierten nach fünf Gängen hatten vier Schwinger jeweils zwei Gestellte und drei Siege auf dem Notenblatt. Als Einziger fünf Siege vorzuweisen hatte Damian Ott, der allerdings für seinen Sieg gegen Matthias Aeschbacher aufgrund eines Abzuges nur die Note 9,50 erhielt. Die Einteilung entschied sich für Schwingerkönig Kilian Wenger und Samuel Giger als Schlussgangteilnehmer. Zwischen Damian Ott und Bernhard Kämpf kam es im sechsten Gang zum Direktduell, in dem es zumindest um den Co-Sieg ging und Fabian Staudenmann traf auf den Zürcher Eidgenossen Samir Leuppi.

Zwei Festsieger vor dem Schlussgang gesetzt
Da Damian Ott, zu diesem Zeitpunkt noch Nichteidgenosse, und Fabian Staudenmann ihren sechsten Gang jeweils mit der Maximalnote für sich entschieden, war bereits vor dem Schlussgang klar, dass es an diesem 17. Kilchberger Schwinget mehr als einen Sieger geben würde. Ebenfalls klar war, dass im Schlussgang weder Samuel Giger noch Kilian Wenger ein Gestellter etwas bringen würde.
Im Schlussgang ging es dann auch gleich zur Sache: Erst griff Schwingerkönig Wenger mit Kurz an, Giger konnte sich aber in der Luft noch entscheidend ausdrehen. Kurz darauf drehte der Thurgauer das Blatt: Ebenfalls mit einem Kurz gewann er bereits nach 83 Sekunden und sicherte sich damit Schlussrang 1a.

Kilchberger Serie im SCHLUSSGANG
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